Fugitive Motel
Live aus den Pandemonium Söhlde

Aug
24

Klar ist der Blog tot und natürlich ist das ein Zombiebeitrag… Ich hab mich extra nochmal aus meinem virtuellen Grab gehieft und mir neues Passwort zusenden lassen, weil ich das Alte natürlich nach all den Monaten vergessen hatte, nur um mich über Mando Diao auszulassen. Einstmals geliebt, jetzt eher kritisch gesehen… Genau deshalb:

Mando Diao bei GZSZ. Das muss in etwa so sein, als ob es dein Mädchen mit deinem schlimmsten Erzfeind treibt. Vor deinen Augen und vor den Augen der ganzen Welt. Nicht, um dich explizit zu demütigen, sondern weil der Kerl Geld hat oder, und das wäre noch schlimmer, Sicherheit bietet. Und eigentlich müsste es dir egal sein, weil ihr euch ja eh schon auseinandergelebt habt und sie dir auch nicht mehr viel bedeutet, aber das trifft dich trotzdem nochmal, weil es nicht nur das Ende bedeutet, sondern dich sogar an der Vergangenheit zweifeln lässt. War das jemals echt zwischen euch? Habt ihr euch jemals verstanden? Hatte es jemals eine Grundlage?
Aber genug der Metaphernscheiße. Bringen wirs auf den Punkt…
Das ist definitiv nicht mehr die Band, die mich mit ihrem Debütalbum noch geradezu weggefegt hat. Sicher, es ist wirklich nicht leicht, immer jung, cool, aufregend und großkotzig zu bleiben, aber man könnte sich schon einige der Werte bewahren, die man mal verkörpert hat. Werte, die mit einem Auftritt in einer RTL-Soap, von kreischenden, die Bravo als Leitlektüre heranziehenden Mädchen angehimmelt, die sich die Zahnstangen aus den pickeligen Gesichtern schlagen, um einen Blick auf die süßen Boys zu erhaschen, nichts zu tun haben. Dass ist kein Ideal der alten Zeiten, als sich noch in finsteren Gassen ausgetobt wurde.
Nun, generell muss man sagen, dass Mando Diao sich eigentlich in all den Jahren kein bisschen verändert haben und sie lediglich auf veränderte Anforderungen reagieren, das allerdings ohne jede Skrupel und jede Integrität. Wenn die Band jetzt in einem dieser Interviews (GZSZ, Dome, Wetten Dass?) behaupten, sie wären schlechte Schauspieler, dann ist diese Aussage an Dreistigkeit kaum zu überbieten. In Wahrheit sind sie grandiose Blender, haben immer ganz vorzüglich eine Rolle gespielt. Erst die Rolle der Rebellen, die mit unwiderstehlicher Musik in den Meanstream eindringen wollen, sich selbst schon mit der ersten Veröffentlichung auf eine Stufe mit den Stones stellend und nach dem geglückten Vorstoß in höchste Chartgefilde die Rolle der „rockigen“ Schönlinge, einer auf Posteraltaren angebeteten Boyband im Grunde, denen nun nicht mehr der Rotz aus den Nasen läuft, sondern das Gel aus den Haaren trieft, ganz zu Schweigen vom Schleim der Anbiederung, der ihnen aus jeder Pore rinnt. Nie hat sich eine Band so gut und so teuer verkauft und dabei so fulminant an Qualität eingebüßt. Vielleicht geht man nicht mal zu weit, wenn man behauptet, dass sie auf gute Songs verzichtet haben, weil sie sich völlig darüber im Klaren sind, dass sich in Kombination mit ihrem guten Aussehen Allerweltslieder wie „Dance with Somebody“ weitaus besser verkaufen als Knaller wie „Sheapdog“ oder große Melodien, wie wir sie auf „Mr Moon“ gehört haben. Ich traue Mando Diao einiges zu und damit auch die verachtungswürdige Umsicht, ganz genau zu wissen, was sie da tun. Selbst die Perspektive, dass sie einfach nur verdammt naiv sind und zudem auch noch nach derart vielen Veröffentlichungen künstlerisch ausgebrannt sind, wäre tröstlicher als die Gewissheit, all die Jahre von einer Band geschwärmt zu haben, die offenbar keinerlei eigenständige künstlerische Vision hat, sich viel mehr völlig an maximalem wirtschaftlichen Ertrag orientiert, wirklich alles diesem Gewinnstreben unterordnet. Es war noch halbwegs amüsant, die Band als Gegenstand einer Wer-Wird-Millionär-Frage zu sehen (Übrigens hielt die Mehrheit der Zuschauer Mando Diao in der Sendung für den Präsidenten Perus), aber nun hört der Spaß endgültig auf. Der Auftritt bei GZSZ ist nicht zu entschuldigen, er tut mir in der Seele weh, er schmälert selbst die tollen Frühwerke, die mich damals so begeisterten. Als ich vor sechs Jahren ankündigte, dass diese Band himmelstürmende Erfolge erlangen würde, habe ich mir das dann doch alles etwas anders vorgestellt. Ich hab Ihnen geglaubt, dass sie (zumindest hierzulande) eine der größten Bands der Gegenwart werden würden. Leider ist das nicht durch fantastische Musik gelungen, so wie ich es erwartet und gewohnt gutgläubig für möglich gehalten habe, sondern durch clevere Vermarktung bestenfalls durchschnittlicher Musik und durch die rigorose Positionierung in sämtlichen aufmerksamkeitswirksamen Marktsegmenten oder anders gesagt: Durch Medienhurerei. Mitreißend ist das alles jedenfalls nicht mehr. Eigentlich ist es sogar nur noch traurig.

Mai
13

Yeah… Und jetzt zu einem sinnlose Dialog über Priemeln…

„Stell dir vor, du hättest ne Priemel.“, sagte Torge und seine Augen spülten sich durch die Waschstriemen. Er sprach als ginge es um eine Verschwörung, von der außer uns niemand etwas erfahren durfte.
„Ja, okay.“, sagte ich gelangweilt und blätterte eine Seite weiter in dem Drecksmagazin, das ich schon zum zweiten Mal durchkeuchte.
„Nein, mach richtig mit dem Vorstellen. Nicht nur so oberflächlich. Stell es dir vor, als wäre es tatsächlich so, dass du ne Priemel hättest. Stell dir vor, wie du durch eine dieser abscheulichen, bestialischen Sonderpostenbuden läufst, in die man immer geht, wenn man absurden Mist braucht für den es kein Fachgeschäft gibt und wo man nicht weiß, wo man den sonst herbekommen soll. Nudelhölzer oder so. Und da steht in der Nähe der Kasse diese Priemel neben ganz vielen andern Priemeln in so nem Karton, in dem man früher bei Aldi immer seine Einkäufe laden und nach hause transportieren konnte. Es gab ja da früher in den Supermärkten so ne Ecke, wo diese ganzen Kartons unterschiedlicher Größe rumlagen, wild durcheinander. Hattest du auch immer das Bedürfnis da reinzuspringen und dich durchzugraben, wenn du mit deiner Mutter einkaufen warst?“
„Ja, natürlich hatte ich das. Dafür ist man ja Kind gewesen.“
„Ja, mit den Kartonhügeln ging meine Kindheit. Warum gibt es die nicht mehr heute, Wippi?“
„Vielleicht ist mal ein Kind drin erstickt oder so. Kinder ersticken ja ständig. “
„Ich bin als Kind nie erstickt.“
„Ich auch nicht. Es gab immer zwei Sorten von Kindern bei uns auf der Schule. Diejenigen, die erstickt sind und die, die nicht erstickt sind. Die, die nicht erstrickt sind, waren immer beliebter.“
„Manche Kinder ersticken gerne, andere Kinder bevorzugen es, nicht zu ersticken. So steht das immer auf Fragebögen beim Psychologen.“
„Ja, um da keine Wertung abzugeben. Aber was ist jetzt mit der Scheißpriemel?“
„ja, also da steht diese eine Priemel. Du hast all die Gerüche der Sonderpostenbude inhaliert und jetzt siehst du diese Priemel, während du an der Kasse stehst und darauf wartest, dein Nudelholz zu bezahlen. Ein paar Scheißkinder haben Blätter abgeknippst, als ihre Mütter sie mal kurz aus den Augen gelassen haben.“
„Danach sind sie erstickt.“
„Jetzt halt schon die Klappe. Du siehst also die Priemel. Ein trauriges, geknichtes, gestauchtes Pflänzchen, das in der klimatisierten Luft verreckt. Du kaufst es, weil runtergesetzt. Du kennst das ja: der Preis noch mal übergepappt, weil wir sind in der Sonderpostenbude und da kriegt man alles billiger.“
„Manchmal aber auch nicht wirklich viel. Airwaves kosten bloß 10 Cent weniger als in normalem Supermarkt. Und selbst an der Tanke sind die nicht viel teurer“
„Ja, okay. Jedenfalls kaufst du die Priemel. Kannst du dir das vorstellen?“
„Schwer. Ich würde das nicht tun. Ich wüsste nicht, was ich mit ner Scheiß-Topfpflanze sollte.“
„Gießen, betrachten, den Raum beleben, in dem du arbeitest, schläfst oder deine Lustsklavin hältst.“
„Da würde ich aber eher ein Gummihuhn aufhängen oder ein indianisches Windspiel, um die bösen Wintergeister auszutreiben und fernzuhalten.“
„Dann nehmen wir eben an, dass du die Priemel geschenkt bekommen hast. Es ist auch nicht wichtig, wie du sie bekommen hast. Ob selbstgekauft oder geschenkt, das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass sie dir gehört.“
„Okay, ich hab sie geschenkt bekommen.“
„Ja, stell dir vor, du bekommst sie geschenkt von einer anonymen Verehrerin.“
„Okay.“
„Das ist zwar noch unrealistischer, als wenn du sie selbst kaufen würdest…“
„Maul.“
„Gut, und diese Priemel steht jetzt in deinem Zimmer auf der Fensterbank. Das Windspiel baumelt drüber und das Metall schlägt sanft aneinander. Du hörst davon aber nix, weil du Bad Religion auf voller Lautstärke anhast. Und schwuchtelig den Kopf durch die Luft wirfst.“
Seit Torge mich dabei mal beobachtet hatte, zog er mich ständig mit dieser Eigenart auf, die ich mir in seiner Gegenwart daraufhin tatsächlich abgewöhnt hatte.
„Ja, da steht die Priemel. Ich kann es mir vorstellen. Ich seh sie vor mir, wie sie da auf der Fensterbank in dardaistischer Lichtspiegelung würgt.“
„Gut, weil ich fühl mich nämlich gerade wie ne Priemel.“
„Woher weißt du wie sie ne Priemel fühlt?“
„Weil ich mir im Gegensatz zu dir Dinge vorstellen kann. Ich kann mir vorstellen, wie sich ne Priemel fühlen muss, die ständig von dir angeglotzt wird.“
„Was?“
„Hör auf mich anzuglotzen.“
„Worauf willst du eigentlich hinaus, Torge. Muss denn bei allem dieser ewige Vorlauf sein?“
„Ja, Man. Das hat was mit Glaubwürdigkeit zu tun.“
„Schön… Du fühlst dich also wie eine Priemel.“
„Endlich hast du’s verstanden. Dann können wir ja jetzt endlich den Staub von unseren Schulterblättern klopfen.“
„yeah.“

Mrz
24

Kreisky, die Dritte…

Und sonst hab ich nichts zu sagen?

Richtig!

Jan
01

Frohes Neues Herrschaften und Damenschaften. Das hier ist die Neujahrsansprache des Ministerpräsidenten des glohrreichen Bierreiches. Ihr wollt es doch auch

Neus Jahr, neue zündende Geschäftsidee… Jetzt und nur hier. Der Wippmaster tourt nur für euch die Latrinen der 41. Republik (das ist mir im Traum erschienen) und sammelt die besten Klosprüche des Milleniums… Denn nur so lässt sich die Welt noch reformieren. Das ist mir nicht im Traum erschienen. Das weiß ich einfach so. Los geht’s:

An diesem dunklen Ort
an dem kein Vogel singt
lässt der Mensch etwas fallen
das ganz erbärmlich stinkt

Groß natürlich. Gefunden in einem Stahlwerk in Peine. Ja, wirlich. Was ich da zu schaffen hatte? Ganze Menge, aber ist eine andere noch ungeschriebene Geschichte. Wenden wir uns lieber der nächsten Thematique (bin dieser ganz wunderbaren Schreibweise noch immer nicht überdrüssig) zu: Bierdokumentationen mit gelungenen Titeln!

Eine solche sah ich nähmlich unlängst und sie hieß – festhalten, anschnallen – “Expeditionen ins Bierreich”. Wenn das mal nicht toll ist. Die Doku selber blieb hinter diesem Anspruch aber zurück. Bieruni und Braunonnen. Nichts, was man noch nicht gesehen hat. Hier könnt ihr es euch anschauen.

Und niemals nie sagen und vor allem niemals nie vergessen: It’s gonna be another shitty year. Da hilft kein Make-Up, da hilft nur der Besuch der Bier-Uni.

Dez
26

Nur absolute Lieblingslieder im Moment. Und zum ersten Mal Muff Putter an dieser Stelle… Überfällig. Placebo Domingo von “Heute wird gewonnen, bitte”, was ja ein wirklich großartiger Titel für ein Album ist. Auch ich schlage mich gerade mit der Suche nach dem einen wirklich großartigen Titel, der finalen Überschrift herum… Aus tausend Bewerbungen ist der Kandidatenkreis inzwischen auf diese 12 Bewerber zusammengeschrumpft:

 

In der Christvesper kam mit eine wirklich gute Idee für ein Musikvideo.

Mit einem von zu Hause mitgebrachten Kleiderbügel knackte ich den Safe der europäischen Zentralbank, nahm aber kein Geld, denn es gibt wichtigere Dinge im Leben.

Als ich den Jackpot im Lotto gewann, sagte ich, dass ich noch nie etwas gewonnen habe, obwohl das gar nicht stimmte.

Ich war dabei, als im Guggenheim eine Kunstkritikerin von einem drei Meter großen Bleistift erschlagen wurde

Ich machte meiner Freundin bei Kochlöffel einen Heiratsantrag und wurde bitterlich enttäuscht

Nikotin zerstörte meine Lungen aber rettete meine platonischen Beziehungen zu lauter coolen Leuten

Wegen der Gruppendynamik kaufte ich über Jahre Dinge, die ich gar nicht wirklich brauchte

Den Abend, an dem ich gleich zwei neue Worte lernte, werde ich wohl nie vergessen

Seit die Regierung mein Taschengeld veruntreut hatte, begegne ich Politikern im Allgemeinen mit einer gesunden Portion Skepsis

Wenn die physikalischen Gesetzte plötzlich keinen Bestand mehr hätten, wüsste ich nicht, wie ich zur Arbeit kommen sollte.

Seitdem alle meine Freunde islamistische Terroristen sind, weiß ich Samstag Abends einfach nichts mehr mit mir anzufangen

Dez
25

Alles kommt wieder hoch. Ich werde nie loslassen können…

Dez
04

Exklusiv: Das fröhliche Sackgebläse vorgetragen von zum Leben erwachten Schaufensterschlampen…

Ja, das hier ist ein Eintrag. Ihr habt euch nicht verguckt. Steckt die Brillenputztücher ruhig wieder zurück ins Brillenputztuchetui. Das ist die Wahrheit. Und das ist der beste Werbesapruch seit Sonnenaufgang. Ich bin mir so sicher, wie man sich nur sein kann, wenn man der unsicherste und ahnungsloseste arme Tropf ist, der sich jemals von der kargen Höhlendecke löste. Inzwischen hat sich ein unterirdischer See gebildet und ich wäre beinahe ertrunken.

Ihr merkt es, ihr spürt es mit euren insektoiden Tentakeln: Krise in den heiligen Hallen, umgestoßene Tische, zersplitterte Kronleuchter, ausgelaufener Spiritus, Sirenen in der Nacht, umgemähre Mülleimer, ausgekotzter Mageinhalt und Tod, Tod, Tod… Die Leute tragen Mundschutz und schleppen Särge aus den Nachbarhäusern. Ich habe tausend Knüppel ziwschen den Beinen. Ich bin Medusa, unten rum… Macht bitte die Tür zu, bevor ihr geht, aber vorher noch Kreisky gucken. Ich sage es gerne, nein schreie es sogar in die verstimme Welt hinaus: Kreisky sind genial. Genial, I tell you…

…Later

Okt
28
Okt
10

Gosh, weiß gar nicht mehr, wie ich loslegen soll… Wenn man erst mal ein paar Monate keinen Beitrag angestimmt hat, wirkt jeder Beginn auf seine Art albern, ungefähr so, als ob man eine flüchtig bekannte Person nach Jahren im Untergrund oder über den Wolken mal wieder zufällig an der Wursttheke trifft und nicht mal genau weiß, ob sie einen noch erkennt. Man möchte eigentlich schon Hallo sagen, aber weiß nicht mehr so recht, wie man es anfangen soll und genau so geht’s mir hier mit diesem Beitrag. Zumindest hab ich aber mal wieder die Kraft gefunden, ein paar belanglose Wörter in die Wirren des Netzes zu stampfen. Leben werden sie nicht retten und nicht mal eure verdammten Ärsche. Lest sie oder schmäht sie, im Grunde hängt dieser Blog eh grade in den Seilen. Größere Projekte verlangen die Bündelung meiner Energien. Libido und Destrudo, beides hat seinen Platz im Masterplan und im Moment ergänzen sie sich ganz hervorragend. Das führt zu Gemütsaufklärung und neuer Entschlossenheit. Es geht voran und die Situation wird mit freudiger Nonchalance angenommen und ausgemalt in den blödsinnigsten Farben. Und sofort stopft mir Fortuna die Scheine in die Shorts. Alles hat sich ins Gegenteil verkehrt für einen furiosen Tag lang. Von dieser sehr wohl begründeten Euphorie und Daseinstrunkenheit betäubt, beschloss ich die Bruchbude zu entwurmen. Überall war wertloses, bekritzeltes, längst überflüssiges, halb kompostiertes Papier angestapelt und aus jeder Ecke quollen Ansichtskarten und Prospekte, nicht mehr wert als eine verkümmerte Erinnerunng, einen trostloses Kuss aus der Vergangenheit. Für wahr, ich musste handeln, ehe sich der Tatendrang wider in seine tiefe Höhle verkroch für seinen Winterschlaf. Ich machte mich an die Arbeit und schleppte Kisten mit Belanglosigkeit, teils seit Jahren nicht mehr berührt, zur Tür hinaus und schließlich fand ich einen Umschlag. Ich hatte schon einige andere gefunden. Meistens verbargen sich Glückwunschkarten darin. Weihnachten, Geburtstag, Happy, Happy, Party, Party. Eine war ganz schwarz. Über die freute ich mich am meisten. Meine Mutter hatte sich immer gegen die Entsorgung ausgesprochen. Immerhin wäre ein derart herzloses und rückgradloses Verhalten respektlos gegenüber den herzlich gratulierenden Verwandten, die sich die Arbeit gemacht hatten willkürliche Karten aus dem Spender zu ziehen und mit einem Werbekuli einen oder zwei Standardsätze hinein zuschreiben. Sie selbst hob alle Karten in einer Box auf. Beim bloßen Gedanken daran stellen sich mir sämtliche Härchen an den Armen auf und ich stoße diesen unseglcihen Gedanken weit von mir und berichte stattdessen unter dem Jubel meiner Jünger von dem Fund, den ich in diesem einen Umschlag neben der obligatorischen Karte machte. Einhundtert Euro. Für nen dümmlichen Schüler, der seine aussichtsreiche Karriere als Vermögensberater beendet hat und keine Prospekte mehr kriegt, ist das verdammt viel und es wird gleich in Dienstleistung umgemünzt. Stuchrad-Barre ist in Town am Freitag. Da kann man hingehen und danach muss mit einem besonderen Menschen die Nacht erhellt werden mit brennenden Hahnenschwänzen. Und ja, selbst ich könnte mal wieder brennen. Der Frost könnte abfallen und ich könnte mich erwärmen an diesem Mädchen… Ja, wirklich, was für ein Kitsch und was für ein brillanter Schmerz. Shit, so gut hat man es lange nicht mehr mit mir gemeint…

Und weil das alles so super ist grade, noch eines dieser ganz besonderen Lieder:

Flaming Lips- Yoshimi battles the pink Robots Part 1

Aug
22

Das Blog stirbt in Schönheit. Die Todesgeier kreiseln schon zwischen den Regenwölkchen, die den Himmel einnebeln. Es ist Antriebt für die Tränendrüse, aber ich hab’s im Moment nicht drauf mir gezielten oder zumindest blödsinnigen Kurzvorträgen. Nichts zu holen hier grade… Kommt wieder, wenn ich inspiriert bin… Und kauft euch Platten von den Fiery Furnaces. Die haben nämlich mehr drauf als ich. Vor allem der Song “Bitter Tea” ist umwerfen. Selten so was grandioses gehört…

Durchhalten und nicht vergeßen, die Tür zu schließen, wenn ihr geht…