Gods of Blitz – Greetings from Flashbackville
Flashbackville ist immer eine Reise wert und auch bequem aus dem eigenen Bett mit Decke über dem zugekleisterten Kopf buchbar. Anders als Klassenfahrten nach Mallorca oder ein Shuttleflug zum Planeten 2002 LM60. Das Papierkram, durch das man sich schaufeln und brandplündern muss, um da nur auf die Warteliste zu kommen, ist keinem vernünftig denkenden Wesen zumutbar. Da bleiben wir lieber bodenständig und feilen weiterhin an der Eroberung und Population des Mondes. Außerdem backen wir Torten und treten unseren Mitmenschen nicht auf die Füße.
Gods of Blitz hab ich gestern in der Faust gesehen, einem Ort, an dem das Bier teuer ist und den ich nicht lieb habe. Vom Ambiente her ähnelt sie zwar der Glocke, die ja durchaus einen Platz in meinem eifrig pumpenden Herz hat, verfügt aber nicht über den gleichen Charme und wirkt gewollt, aber nicht so richtig gekonnt, hingeklatscht und nichtt zu Ende gedacht.
Gods of Blitz waren ganz gut, allerdings hat es mich für eine deutsche Rockhoffnung, die es auch international schon zu Achtunsgerfolgen und Ausrufezeichen hinter dem eigenen Namen gebracht hat, auch nicht gerade umgerissen. Gute Show haben die Jungs aber schon abgezogen und zur Hölle mit Erwartungen. Die Band war ihr Geld schon wert. Auch um die schiefe Krawatte wieder in den Schrank zu hängen, oder besser achtlos auf den boden zu schleudern und in Falsbackville seiner Rockvergangenheit hinterherzustepptanzen.
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