Fugitive Motel
Live aus den Pandemonium Söhlde

Neues von Art Brut und Maximo Park für umsonst

Ja, noch immer sorgt nur die bloße Erwähnung von Art Brut und das gradiose Video zu “Emily Kane” für springfluartigen Geiferausstoß und energetische Stöße unter und oberhalb der Gürtellinie.

Wem’s ähnlich geht, dem sei eine neue Kolumne ans treudoofe Herz gelegt, die Art Brut-Mastermind Eddie Argos für den Guardian schreibt und in der er in seinem ersten Eintrag gleich davon berichtet, wie er fast mal das Intenet kaputt gemacht hat. Ein Thema, bei dem ich mitreden kann. Es sei hier nochmal vor einem flüchtigen WLAN-Stick gewarnt, der den Traum vom kabellosen Pornographie und Tierfilme-Saugen in ein böses Erwachen mit Schwitze auf Stirn und Nacken verwandelte und alle Drähte hat schmoren lassen. Zum Glück nur bei meiner Schwester. Ich kann mich weiterhin fröhlich pfeiffend und mit der ganzen welt verbunden an Eddie Argos und dem Guardian erfeuen. Das wird ja auch das erste sein, was ich in London mache, wenn ich im Juli für ein paar Tage hinfliege: Erstmal Schmierblatt und was ekliges zu essen kaufen und in den Hydepark zum Zeitung lesen mit den Füßen auf der zugenähten Reisetasche. Das gehört sich einfach so, wenn man in eine neue Stadt kommt.

Wurde mir ja heute auch erst wieder gesagt, dass ich bloß immer fließig Zeitung lesen soll und nicht nur den Sportteil *gähn*. Eigentlich auch eine richtige Bemerkung. Sollte die nächste merkwürdige Eigenschaft sein, die ich mir zulege. Nachdem ich ja jetzt schon mit dem Kaffee trinken begonnen hab und immer mehr Gefallen daran finde, ist Zeitungslektüre der richtige Folgeschritt im Zombietanzkurs. Danach Frühstücken und zu guter letzt Tischskateboard fahren. Und dann als Königsdisziplin alles gleichzeitig und ohne extra aufgefordert werden zu müssen. Da muss man mich nachts um halb vier wecken können und das muss sitzen.

Neue Hits sind auch auf Myspace online. Hören, verlieben, Blumen kaufen, Haare schneiden…

Und jetzt zu etwas völlig anderem: Maximo Park!

Die sind ja bekanntlich kaum schlechter als Art Brut und geben am 26. Mai ein Gratis-Konzert in Hannover… Wer da nicht kommt, dem kann man auch durch Akupunktur und Eigenurinbad nicht mehr helfen. Da kann man sich dann sogar das Geschwätz von Anastasia Zampounidis anhören. Wer wirklich wußte, dass die gute Frau Zampounidis mit Nachnamen heißt und obendrein noch wußte, dass sie mal Gogotänzerin in L.A. war, darf sich jetzt die goldene Popkulturnadel ins Herz rammen. Ich kehre inzwischen die Scherben meiner Existenz zusammen und frage mich, wieso ich nie Gogo-Tänzerin in L.A. war, sondenr nur Junk Mail Boy in Sydney.

Wie auch immer, lange Rede, kurzer Sinn. Maximo Park für Lau. Seit da, trefft mich, lächelt wissend zu mir rüber. Das würde mich sehr freuen und ich würde je nach Tagesform vielleicht sogar zurücklächeln, wenn ich das hinter meiner Zeitung überhaupt mitkriege…

Und um diesen recht gelungenen Post sinnvoll abzuschließen noch Mal ein kleiner Dialog bezüglich erheiternder Missverständnisse in meinem doch recht geschätzten Familiengefüge:

- “Könnt ihr euch für eure Frauengespräche nicht zurückziehen?”
-”Du willst dich mit ner Frau zurückziehen?”
Die Welt kann mich nicht mehr verstehen. Der Spruch wird nie alt und grau und muss sich um das Rentenproblem sorgen. Der hat’s gut

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