Fugitive Motel
Live aus den Pandemonium Söhlde

The Flaming Lips- Yoshimi battles the pink Robots Part 1

Gosh, weiß gar nicht mehr, wie ich loslegen soll… Wenn man erst mal ein paar Monate keinen Beitrag angestimmt hat, wirkt jeder Beginn auf seine Art albern, ungefähr so, als ob man eine flüchtig bekannte Person nach Jahren im Untergrund oder über den Wolken mal wieder zufällig an der Wursttheke trifft und nicht mal genau weiß, ob sie einen noch erkennt. Man möchte eigentlich schon Hallo sagen, aber weiß nicht mehr so recht, wie man es anfangen soll und genau so geht’s mir hier mit diesem Beitrag. Zumindest hab ich aber mal wieder die Kraft gefunden, ein paar belanglose Wörter in die Wirren des Netzes zu stampfen. Leben werden sie nicht retten und nicht mal eure verdammten Ärsche. Lest sie oder schmäht sie, im Grunde hängt dieser Blog eh grade in den Seilen. Größere Projekte verlangen die Bündelung meiner Energien. Libido und Destrudo, beides hat seinen Platz im Masterplan und im Moment ergänzen sie sich ganz hervorragend. Das führt zu Gemütsaufklärung und neuer Entschlossenheit. Es geht voran und die Situation wird mit freudiger Nonchalance angenommen und ausgemalt in den blödsinnigsten Farben. Und sofort stopft mir Fortuna die Scheine in die Shorts. Alles hat sich ins Gegenteil verkehrt für einen furiosen Tag lang. Von dieser sehr wohl begründeten Euphorie und Daseinstrunkenheit betäubt, beschloss ich die Bruchbude zu entwurmen. Überall war wertloses, bekritzeltes, längst überflüssiges, halb kompostiertes Papier angestapelt und aus jeder Ecke quollen Ansichtskarten und Prospekte, nicht mehr wert als eine verkümmerte Erinnerunng, einen trostloses Kuss aus der Vergangenheit. Für wahr, ich musste handeln, ehe sich der Tatendrang wider in seine tiefe Höhle verkroch für seinen Winterschlaf. Ich machte mich an die Arbeit und schleppte Kisten mit Belanglosigkeit, teils seit Jahren nicht mehr berührt, zur Tür hinaus und schließlich fand ich einen Umschlag. Ich hatte schon einige andere gefunden. Meistens verbargen sich Glückwunschkarten darin. Weihnachten, Geburtstag, Happy, Happy, Party, Party. Eine war ganz schwarz. Über die freute ich mich am meisten. Meine Mutter hatte sich immer gegen die Entsorgung ausgesprochen. Immerhin wäre ein derart herzloses und rückgradloses Verhalten respektlos gegenüber den herzlich gratulierenden Verwandten, die sich die Arbeit gemacht hatten willkürliche Karten aus dem Spender zu ziehen und mit einem Werbekuli einen oder zwei Standardsätze hinein zuschreiben. Sie selbst hob alle Karten in einer Box auf. Beim bloßen Gedanken daran stellen sich mir sämtliche Härchen an den Armen auf und ich stoße diesen unseglcihen Gedanken weit von mir und berichte stattdessen unter dem Jubel meiner Jünger von dem Fund, den ich in diesem einen Umschlag neben der obligatorischen Karte machte. Einhundtert Euro. Für nen dümmlichen Schüler, der seine aussichtsreiche Karriere als Vermögensberater beendet hat und keine Prospekte mehr kriegt, ist das verdammt viel und es wird gleich in Dienstleistung umgemünzt. Stuchrad-Barre ist in Town am Freitag. Da kann man hingehen und danach muss mit einem besonderen Menschen die Nacht erhellt werden mit brennenden Hahnenschwänzen. Und ja, selbst ich könnte mal wieder brennen. Der Frost könnte abfallen und ich könnte mich erwärmen an diesem Mädchen… Ja, wirklich, was für ein Kitsch und was für ein brillanter Schmerz. Shit, so gut hat man es lange nicht mehr mit mir gemeint…

Und weil das alles so super ist grade, noch eines dieser ganz besonderen Lieder:

Flaming Lips- Yoshimi battles the pink Robots Part 1

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